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„URANO ist für mich auch Familie“

Teamleiterin Aytug Yesildag über die Arbeitsatmosphäre in Biberach, Karrierewege bei URANO und ein Auslandsjahr in Kanada

Aytug Yesildag ist seit ihrer Ausbildung bei URANO. Heute leitet sie in Biberach das IMAC/R-Team.
Aytug Yesildag ist seit ihrer Ausbildung bei URANO. Heute leitet sie in Biberach das IMAC/R-Team.

Von außen könnte das weiße Gebäude auch ein Wohnhaus sein: Vor der geöffneten Garage mit Wellblechtor laden URANO-Servicetechniker Laptops in die roten Caddys. Das Quartier des IMAC/R-Teams am URANO-Standort Biberach ist unscheinbar, aber nicht ungemütlich. „Wir haben sogar einen Garten“, sagt Aytug Yesildag. Sie öffnet die Terrassentür, die das gut sortierte Garagenlager von einer kleinen, aber feinen Grünfläche trennt. Viel Zeit, den Rasen zu genießen, bleibt nicht. Die offenen Aufträge des Großkunden, dessen Werksgebäude die Kulisse bilden, wollen zügig und gründlich abgearbeitet werden. Aber auch das Großraumbüro im ersten Stock wirkt mit seinen hellen Dachbalken und seinen hohen Decken einladend – vor allem, weil die Stimmung herzlich ist. Für die Teamleiterin Aytug Yesildag macht dieser Zusammenhalt auch bei hoher Belastung den Erfolg ihrer Truppe aus: „Ich sehe URANO auch als Familie.“

URANO-Eigengewächs

Aytug Yesildag, Jahrgang 1986, hat türkische Wurzeln. Ihre Familie hat in der Region Biberach eine zweite Heimat gefunden. „Ich bin ein Vollblutschwabe“, sagt Aytug Yesildag und lacht. Ihre Freude an der IT hat sie auch schon früh entdeckt. Ihr großer Bruder hat gerne an Computern geschraubt und ihre kleine Schwester studiert mittlerweile Informatik. „Wir sind voll die IT-Familie“, sagt Aytug Yesildag und strahlt. Sie selbst hat sich direkt nach dem Schulabschluss bei URANO um einen Ausbildungsplatz als IT-Systemkauffrau beworben und – nach einer erfolgreichen Probewoche – bekommen. "Im ersten Jahr war ich viel mit den Technikern unterwegs und habe voll mit angepackt", erzählt Aytug Yesildag. Für URANO ist die lebensfrohe und tatkräftige Auszubildende ein echter Glückfall, weil die administrativen Aufgaben regelmäßig zunehmen. Eine Übernahme zeichnet sich ab, aber Aytug Yesildag möchte vor dem Berufseinstieg nochmal ein Auslandsjahr machen. Schweren Herzens kündigt sie bei URANO. „Ich wusste ja, dass es schwer ist Leute zu finden“, erklärt sie fast entschuldigend, „deshalb habe ich auch sehr früh Bescheid gesagt.“ Die offene und ehrliche Art imponiert den URANO-Verantwortlichen, die Aytug Yesildag nicht verlieren wollen und ihr kurzerhand einen Stilllegungsvertrag anbieten. „Das fand ich sehr rührend“, sagt Aytug Yesildag. Sie freut sich sehr über die Flexibilität der Unternehmensleitung, nimmt das Angebot dankend an.

Ein Jahr in Kanada

Mit dem Abschlusszeugnis in der Tasche und ohne Sorgen um einen Anschlussjob steigt Aytug Yesildag ins Flugzeug und startet zusammen mit ihrer besten Freundin ins Abenteuer Auslandsjahr (siehe Bildergalerie). In der kanadischen Metropole Vancouver müssen sich die beiden erst einmal orientieren. „Am Anfang haben wir uns als Landeier mit der Jobsuche schwer getan“, verrät Aytug Yesildag. Es dauert aber nicht lange, bis sie in Kanada Fuß fassen.


Aytug Yesildag jobbt bei einer großen Restaurantkette und wird sogar Mitarbeiterin des Monats. Einsatz lohnt sich! Die beiden Freundinnen beschließen, zehn Monate in Vancouver zu verbringen, ein bisschen Geld zu sparen und damit zum Abschluss des Auslandsjahres als Touristinnen zwei Monate durch Kanada und die USA zu reisen. Mit einer solchen weitsichtige Einnahmen- und Ausgabenplanung lernt man Kostenstellen-Verantwortung – auch wenn ein entsprechender Karriereschritt noch nicht in Sicht ist.

Die Teamleitung

Das ändert sich rasch: Zurück in Deutschland und zurück bei URANO unterstützt Aytug Yesildag den Teamleiter des Biberacher IMAC/R-Teams. Als der Teamleiter nach Ingelheim wechselt, setzt die URANO-Geschäftsführung ihr Vertrauen in Aytug Yesildag – und wird nicht enttäuscht. Auch wenn aller Anfang schwer ist und Aytug Yesildag ihre erste Zeit als Chefin ohne administrative Unterstützung auskommen muss, geht sie in der neuen Aufgabe voll auf. Ihr Team führt sie auf eine partnerschaftliche Art: Sie setzt auf Selbstständigkeit und ihre Servicetechniker danken es mit Zuverlässigkeit und guter Arbeit, von der reichlich vorhanden ist. „Wenn ich meinen Kollegen nicht voll und ganz vertrauen könnte, wäre ich aufgeschmissen!“ Denn neben der logistischen Herausforderung, eine ständig wachsende Zahl von Anfragen und Aufträgen zu koordinieren, ist Aytug Yesildag gerade dabei, gemeinsam mit dem Ulmer Niederlassungsleiter Bodo Riepl (hier geht's zum Porträt) für einen neuen Kunden in Süddeutschland ein IMAC/R-Team aufbauen und pendelt zwischen den verschiedenen Standorten in Biberach und Ravensburg hin und her. Umso wichtiger ist es, dass sich Aytug Yesildag auf ihr Team verlassen kann, wie das in guten Familien der Fall ist…