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„Initiativbewerbungen sind bei URANO willkommen"

Recruiting-Leiterin Elisa Junker gibt Tipps für erfolgreiche Bewerbungen beim IT-Lösungspartner URANO

Elisa Junker leitet seit kurzem bei URANO das Team Recruiting. Im Interview mit URANO.blog spricht sie über die Herausforderungen des Personalrecruitings und verrät einige Tipps für erfolgreiche Bewerbungen beim IT-Lösungspartner URANO.

URANO.blog: Das neue URANO-Portfolio ist breit aufgestellt. Wen sucht URANO?

Elisa Junker: Wir suchen IT-Spezialisten für alle Portfolio-Bereiche von IT Solutions über IT Security bis hin unseren IT Services. Besonders gute Chancen haben momentan Bewerberinnen und Bewerber, die sich auf Infrastructure- und Collaboration-Themen spezialisiert haben: Wir suchen Architekten, Berater und Techniker, die bereit und in der Lage sind, für unsere Kunden individuelle Lösungen rund um Netzwerke, Server-, Applikations- und Desktop-Virtualisierung sowie hochverfügbare Storage-Umgebungen zu entwickeln und umzusetzen. Grundsätzlich suchen wir also Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit URANO etwas bewegen wollen und die beweglich sind – vor allem wenn es darum geht, beim Kunden vor Ort zu sein…

URANO.blog: "Vor Ort" ist etwas unbestimmt. Wo ist URANO denn aktiv?

Elisa Junker: URANO ist ein Unternehmen im Wachstum. Allein in diesem Jahr haben wir neue Büros in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main, in Mannheim, München und Wien bezogen. In Ulm stehen wir kurz davor, eine Niederlassung zu eröffnen. Gerade Bewerberinnen und Bewerber aus dem technischen Bereich können sich bei vielen Stellen selbst aussuchen, wo ihr erster Arbeitsplatz sein wird.

URANO.blog: Sind bestimmte Zertifizierungen zwingend erforderlich?

Elisa Junker: Nein, nicht zwingend. Natürlich freuen wir uns über gut aus- und weitergebildete Bewerberinnen und Bewerber – vor allem mit Microsoft-Expertise –, aber da URANO selbst entsprechende Schulungen und Zertifizierungen fördert und unterstützt, ist die Bereitschaft zur weiteren Spezialisierung erstmal wichtiger als bestimmte bereits abgeschlossene Qualifizierungen.

URANO.blog: Wie sieht es mit den Soft Skills aus?

Elisa Junker: Mit typischen Bewerbungstipps kommen wir an der Stelle nicht weit. Es ist ja selbstverständlich, dass wir von unseren Bewerberinnen und Bewerbern erwarten, dass sie souverän und serviceorientiert auftreten und URANO professionell bei unseren Kunden präsentieren. Darüber hinaus wollen wir unsere Bewerberinnen und Bewerber aber genauso kennenlernen, wie sie sind. Deshalb sollten sich Bewerberinnen und Bewerber treu bleiben: Das ist wesentlich erfolgversprechender als Standardformulierungen und einstudierte Antworten. Wir suchen keine Maschinen, sondern Menschen.

URANO.blog: Als Unternehmen im Wachstum ist häufig nicht nur eine passende Stelle für IT-Spezialisten ausgeschrieben. Sollten sich die Interessenten mehrmals bewerben?

Elisa Junker: Bitte nicht! Wir sind flexibel genug zu erkennen, wenn eine Bewerberin oder ein Bewerber auf zwei oder drei vakante Stellen passen könnte – und zwar nicht zuletzt, weil das Recruiting-Team sich eng mit den jeweiligen Fachabteilungen abstimmt. Es genügt also, eine einzige Bewerbung einzureichen. Wer ganz sicher gehen will, kann aber gerne beispielsweise im Anschreiben darauf verweisen, welche Jobs alternativ in Frage kommen. Und wer sein Profil nicht passgenau in einer ausgeschriebenen Stelle findet, kann sich gerne initiativ bewerben.

URANO.blog: Apropos Initiativbewerbung: Was sollten Bewerberinnen und Bewerber am besten vermeiden?

Elisa Junker: Bewerbungen im Papierformat! Ganz im Ernst: URANO ist ein IT-Lösungspartner, der seine Kunden auf dem Weg in die digitale Welt begleitet. Das leben wir auch intern. Deshalb sollten alle Bewerbungen digital eingehen – am besten über unser Stellenportal. Das ist sowohl selbsterklärend als auch bewerberfreundlich.

URANO.blog: Gibt es inhaltliche No-Gos bei den Bewerbungen?

Elisa Junker: Von No-Gos würde ich nicht sprechen. Aber Selfies oder Urlaubsbilder als Bewerbungsfotos sind nicht gerade seriös. Es muss zwar nicht das teure Bild vom Fotografen sein, aber ein persönliches Foto mit einem einheitlichen Hintergrund wirkt professionell und ist schnell gemacht. Auch überfrachtete oder animierte Lebensläufe und unpersönliche Anschreiben kommen nicht wirklich gut an. Außerdem sollte man die Formalia nicht unterschätzen: Wer es mit einer Bewerbung ernst meint, sollte auch nochmal alle Unterlagen auf Unstimmigkeiten prüfen: Sind Flüchtigkeitsfehler korrigiert? Stimmen Adresse und Ansprechpartner? Sind die erforderlichen Dokumente vollständig?

URANO.blog: Und was kommt in Bewerbungen besonders gut an?

Elisa Junker: Bewerbungen sollten persönlich und übersichtlich sein: Ein Lebenslauf, der umgekehrt chronologisch aufgebaut ist, verschafft schnell einen guten Eindruck von den aktuellen Fähigkeiten. Die einzelnen Berufsstationen sollten neben dem Jobtitel auch die wichtigsten Arbeitsschwerpunkte erkennen lassen – hier genügen aber Stichpunkte: Weniger ist mehr! Das gilt übrigens bei technischen Berufen auch für eine fachliche Selbsteinschätzung in Form einer aussagekräftigen IT-Skill-Liste mit den jeweils wichtigsten Kenntnissen und Erfahrungsstufen, beispielsweise in Berufsjahren.

URANO.blog: Manchmal kann die Zahl der Berufsjahre auch auf längere Auszeiten im Erwerbsleben hindeuten…

Elisa Junker: Mit etwaigen Lücken im Lebenslauf sollten Bewerberinnen und Bewerber selbstbewusst und offensiv umgehen. Es gibt dafür viele gute Gründe – man sollte sie aber benennen und erklären können. Ganz wichtig ist für uns zu wissen, ob sich die Bewerberinnen und Bewerber während des Einstellungsverfahrens in einer gekündigten oder ungekündigten Anstellung befinden…

URANO.blog: Harte Vertragsfakten sind oftmals sensible Themen…

Elisa Junker: Das müsste aber nicht sein. URANO schreibt seine Erwartungen aus und die Bewerberinnen und Bewerber sollten das auch so handhaben: Gehaltsvorstellungen und frühester Eintrittszeitpunkt gehören zum Einmaleins von Einstellungsverfahren. Wir streben eine vertrauensvolle Zusammenarbeit an – und die sollte bereits im Bewerbungsprozess beginnen. Dazu gehört auch professionelle Diskretion: Wir fragen beispielsweise bei jedem Telefonat mit Bewerberinnen und Bewerbern nach, ob wir gerade frei sprechen können, um niemanden in Verlegenheit zu bringen.

URANO.blog: Auf den gängigen Portalen zur Arbeitgeberbewertung könnte URANO besser abschneiden. Ist das ein Thema in Bewerbungsprozessen?

Elisa Junker: Ja, wir sprechen in Einstellungsgesprächen über die zwiegespaltene Wahrnehmung von URANO auf solchen Portalen. Zum einen legen wir großen Wert auf das Feedback unserer Kolleginnen und Kollegen und nehmen konstruktive Kritik gerne an. Zum anderen verstehen wir, dass die meisten kritischen Bewertungen ihre Ursache in der Unternehmenshistorie haben: URANO hat einen großen Wandel mit teilweise harten, aber notwendigen Change-Prozessen durchlebt, die verständlicherweise nicht von allen Mitarbeitern mitgetragen werden konnten. Wir weisen aber auch gerne darauf hin, dass unsere aktuellen Bewerber-Bewertungen eine ganz andere Sprache sprechen. Wir erleben, dass unser neuer Recruiting-Prozess als positiv und angenehm wahrgenommen wird. Die Bewertungen sollen vor allem authentisch sein und neuen Bewerbern die Unsicherheit vor dem Einstellungsprozess nehmen. Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Ganz abgesehen davon definieren wir uns auch nicht über eine bestimmte Durchschnittsbewertung, sondern über unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb laden wir unsere Bewerberinnen und Bewerber gerne ein, sich ein eigenes Bild von unserer Unternehmenskultur zu machen.

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