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"Wir denken praktisch!"

Felix Hirschberger über Services und Selbstverständnis seines Teams Business Consulting

Felix Hirschberger ist bei URANO Head of Business Consulting. Im Portfolio-Interview erklärt er, warum es beim IT-Projektmanagement auf die richtige Balance aus hands-on-Mentalität und professioneller Planung ankommt.

 

URANO.blog: IT-Consultants arbeiten bei URANO in vielen Teams. Inwiefern nimmt Business Consulting eine Sonderstellung ein?

Felix Hirschberger: Das Team Business Consulting kümmert sich nicht um bestimmte Teilbereiche komplexer IT-Lösungen. Das unterscheidet unser Aufgabengebiet von Fachteams wie Infrastructure, Cloud Services und Collaboration. Unsere Services liegen vor allem im Projekt- und im Prozessmanagement. Im URANO-Portfolio bildet das Projektmanagement die Klammer, die die vier Säulen IT Evaluation & Optimization, IT Solutions, IT Services und IT Support Processes miteinander verbindet.

URANO.blog: Die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen und Zuständigkeitsbereiche hinaus gehört also zum Tagesgeschäft von Business Consulting?


Felix Hirschberger: Mehr als das! Solche Kooperationen sind ja nicht auf die URANO-Teams beschränkt: Unsere Projektmanager sind vor Ort beim Kunden, um die erfolgreiche Zusammenarbeit auch über Unternehmensgrenzen hinweg zu organisieren und zu koordinieren. Denn Business Consulting bietet nicht nur auftragsbezogenes Projektmanagement, sondern auch IT-Projektmanagement und Prozessmanagement als eigenständige Services an.

URANO.blog: Ist Projektmanagement nicht gleich Projektmanagement?

Felix Hirschberger: So pauschal kann man das nicht sagen, weil die grundsätzlichen Abläufe und Herausforderungen ähnlich sind. Projekte sind in gewisser Weise immer on-top: Sie müssen zusätzlich zum üblichen Regelbetrieb laufen. Projekte zu managen bedeutet, sie so zu planen, zu steuern und zu kontrollieren, sodass sie erfolgreich abgeschlossen werden können: Und alles das vollzieht sich immer im Spannungsfeld von Kosten, Qualität und Zeiten: Wird das Budget eingehalten? Welche Kunden-Anforderungen sind zu berücksichtigen? Welche Fristen müssen eingehalten werden?

 

URANO.blog: Wann spricht man von Projektmanagement als Service?

Felix Hirschberger: Das kann man am besten an einem Beispiel erklären. Einer unserer Senior Project Manager unterstützt gerade einen URANO-Kunden dabei, nach einer Fusion die unterschiedlichen IT-Umgebungen zu harmonisieren. Weil es sich um sehr viele IT-Arbeitsplätze handelt, lässt sich das nicht einfach so nebenher bewerkstelligen. Deshalb ist der Kunde buchstäblich gut damit beraten, ein Projekt daraus zu machen. Wir bieten als Service an, solche IT-Projekte zu leiten – und ihren erfolgreichen Abschluss zu verantworten.

URANO.blog: Und worin unterscheidet sich davon das auftragsgebundene Projektmanagement?

Felix Hirschberger: Im Grunde geht es bei dieser Unterscheidung weniger darum, wer das Projekt leitet, sondern darum, wer es technisch umsetzt. Beim Projektmanagement als Service stellen wir lediglich die Projektmanager als Person – und keine technischen Portfolio-Lösungen. Auftragsgebunden ist unser Projektmanagement dann, wenn URANO als IT-Lösungspartner auch fachlich beziehungsweise technisch damit betraut ist, das Projekt zu realisieren.

URANO.blog: Lässt sich das auch an einem Beispiel veranschaulichen?

Felix Hirschberger: Selbstverständlich: Unser Team Cloud Services hat jüngst für einen Kunden ein hybrides Rechenzentrum eingerichtet. Wir von Business Consulting haben die Kollegen aus der Fachabteilung unterstützt, indem wir die Leitung des Projektes übernommen haben – und damit auch das Problem- und Incident-Management. Das ist übrigens auch ein gutes Beispiel für unsere Services im Bereich des Prozessmanagements.

URANO.blog: Inwiefern?

Felix Hirschberger: In diesem Projekt war das Prozessmanagement als Teilprojekt integriert: URANO wird das Rechenzentrum über einen längeren Zeitraum betreuen. Wir haben die dazu nötigen Support-Prozesse definiert und ein entsprechendes Handbuch geschrieben, das eine reibungslose Zusammenarbeit auch dann gewährleistet, wenn ausnahmsweise einmal ein Fehler oder ein Problem auftreten. Solche Situationen von vorneherein zu bedenken und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, ist ebenfalls Aufgabe des Projektmanagements.

URANO.blog: Was spricht aus Kundensicht dafür, URANO sowohl für das Management als auch für die technische Umsetzung von IT Projekten zu beauftragen?

Felix Hirschberger: Der Kunde erhält fachliche und organisatorische Beratung aus einer Hand. Gerade bei komplexen IT-Projekten ist das ein kaum zu überschätzender Vorteil: Wir können schnell reagieren, weil wir nicht nur planen und steuern, sondern aufgrund kleiner Wege innerhalb der URANO-Gruppe sofort umsetzen können. Unsere fachlich hochspezialisierten Teams kümmern sich um individuelle Infrastruktur-, Collaboration- und Cloud-Lösungen, während wir für den Kunden das große Ganze im Blick behalten. Wir prüfen, welche Workstreams nötig sind und sorgen dafür, dass jeder weiß, wer was wann zu tun hat.

URANO.blog: Kommunikation gehört demnach ebenfalls zum auch Kerngeschäft des Projektmanagers?

Felix Hirschberger: Manche behaupten sogar, Projektmanager würden nur reden – aber Spaß beiseite. Solche Aussagen sind gleich in zweifacher Hinsicht falsch: Zum einen ist ein Projektmanager sowohl strategisch, als auch operativ gefragt – und natürlich kommunikativ! Denn der Wert von ergebnisorientierter Kommunikation, das ist der zweite Punkt, darf nicht unterschätzt werden. Regelmeetings sorgen für Verlässlichkeit und auch der vermeintlich lockere Plausch in der Kaffeeküche trägt dazu bei, Projekte erfolgreich abzuschließen. Das soll nicht heißen, dass mehr Kommunikation immer besser ist. Es geht um ergebnisorientierte Kommunikation. Das bedeutet: Alle, die von einem Projekt direkt oder indirekt betroffen sind, werden abgeholt und wissen immer über den für sie relevanten Sachstand Bescheid. 

URANO.blog: Das klingt nach streng methodischem Vorgehen…

Felix Hirschberger: Nein, das ist pragmatisches Einfühlungsvermögen. Ich halte nicht allzu viel von Patent-Lösungen. Gerade im Projektmanagement scheiden sich ja an der Wahl der richtigen Methoden oft die Geister. Ein gewisses Grundverständnis für die IT Infrastructure Library (ITIL) sollte man als Projektmanager schon mitbringen, weil die darin definierten Prozesse und Funktionen internationaler Standard sind. Ähnliches gilt übrigens auch für die gängigen Standards zur Notation von Prozessen. Und selbstverständlich achten auch wir bei URANO darauf, dass unsere Projektmanager ihre Qualifikationen auch in Form von Zertifikaten dokumentieren können. Methoden um der Methoden willen lehne ich allerdings ab. Wir denken da eher praktisch. Uns kommt beispielsweise sehr zugute, dass wir ein sehr heterogenes Team sind: Man glaubt gar nicht, wie fruchtbar Diskussionen sind, in denen jahrelange Berufserfahrung und Quereinsteiger gemeinsam neue Ideen ausbrüten. Das macht nicht nur Spaß, sondern davon profitieren auch unsere Kunden.

Gernot Uhl

Employer Branding